| Unter Segeln reisen - Meer erleben |
Törnbeispiel für Ihren "Traumurlaub" als Familie, Single bzw. Kojencharter in Dalmatien (Kroatien)...

Kroatien - vom Segelboot aus genießen...
Der Mai/Juni ist eigentlich genau die richtige Zeit für die dalmatinische Küste. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei 22-23 °C und die Wassertemperatur bei ca. 18-19 °C. Der in Dalmatien vorherrschende Wind um diese Jahreszeit ist der Maistral, ein Wind aus Nordwest. Gewöhnlich setzt dieser Wind gegen 10 Uhr ein und erreicht im Laufe des Nachmittags angenehme 3 bis 5 Beaufort. Bei Sonnenuntergang flaut er wieder ab. Der Maistral gilt als Schönwetter-Wind. Um diese Jahreszeit müssen wir aber auch noch mit dem Jugo (Schirokko) rechnen, der zumeist aus Südost weht, allerdings sollte dieser südliche Wind zu dieser Zeit bereits von seiner „winterlichen“ Stärke verloren haben. Die sog. Bora ist die „Spezialität“ in Kroatien und zeitweise auch ein gefährlicher Wind, da er stürmisch-böig und ohne lange Vorankündigung daher kommen kann. Zwischen Mai und Oktober weht die Bora, anders als im Winter, nicht allzu häufig und mit 6 bis 7 Beaufort auch recht verhalten.
Aber es gibt ja kein falsches Wetter - nur falsche Kleidung. Entsprechend ausgestattet sollten wir unseren Törn beginnen. Dafür hat Ihnen com2sail.net eine „Pack-Liste“ als Hilfestellung zusammengestellt.
Ab Samstagmittag treffen wir uns in der Marina Kornati in Biograd, eine relativ große Marina Kroatiens (ca. 800 Yachten) mit drei Hafenteilen. Dort finden wir unser Boot (Bavaria, Jeanneau, Beneteau o. ä. / 43-46 Fuß) übergabefertig vor. Samstagabend übernachten wir auf dem Boot und lernen schon mal wichtige Details der Bootseinführung. Zur Begrüßung steht sicherlich auch eine Flasche Rotwein auf dem Salontisch...

Yachtbeispiel (mittlere Größe)
Der Törn im Überblick
Nach der ersten Bootseinführung werden wir am Abend die Stadt Biograd erkunden und z. B. bei Miroslav im Restaurant Meduza zum Fischessen einkehren. Am Sonntagmorgen laufen wir dann zu unserem Törn aus. Der Jugo aus SO (hoffentlich) mit 3-4 Bft liefert optimale Bedingungen, um als Crew zusammenzufinden und sich an das Segelerlebnis heranzutasten. Spannend ist das Ablegen immer wieder, da es nun so richtig los geht und die Crew sich an das fremde Schiff und seine Manövriereigenschaften gewöhnen muss.
Die ersten eigenen Erfahrungen der Crew mit dem Segeln beginnen dann bei einer praktischen Einweisung auf dem Wasser. Dabei gibt es wichtige Sicherheitsregeln und alle grundsätzlichen Manöver zu behandeln. Ein Boje-über-Bord Manöver wird zeigen, dass es gar nicht so einfach ist, eine Person wieder aus dem Wasser zu fischen.
Unser Gesamttörn soll uns in sechs Tagen von Biograd aus nördlich im großen Bogen an Pasman vorbei (erste Übernachtung in der neuen Marina Sutomiscica auf Pasman), nach Olib, Silba, Premuda oder Molat (je nach Wetterlage), Dugi Otok und Veli Iz und wieder zurück nach Biograd bringen (ca. 150 sm). Zwischenstops am Mittag gibt es in schönen Badebuchten oder kleinen Anlegestegs. Je nach Wetterlage werden wir in Ankerbuchten (selber kochen) oder in Marinas übernachten, wo dann die Möglichkeit zu Stadtrundgängen und einem abendlichen Restaurantbesuch besteht.

Ankerbucht in den Damatischen Inseln
Die Dalmatinischen Inseln und Küstenstädte
Nördlich von Biograd liegen unzählige, sagenumwobene Inseln und Riffe. Die Inseln sind reich an architektonisch sehenswerten Städten und besitzen eine vielfältige Flora und Fauna. Ihre Küsten mit endlosen Badebuchten sind stark zerklüftet, genau das richtige für unsere Ankermanöver. Hier kann man auch – wenn es die Wassertemperatur zulässt – hervorragend schnorcheln.
Ein Highlight des Törns ist sicherlich auch die autofreie Insel Olib, die vom Schiff aus wie ein mit Buschwald und Kiesbuchten verzierter einsamer Inselfladen wirkt. Das Ortsbild von Olib prägen bunt angemalte, stattliche Häuser mit fruchtbaren Gärten und Weinstöcken und der imposanten Velibit-Kulisse im Hintergrund. Auch die Insel Silba, die zwar etwas touristischer, aber dennoch ruhig und natürlich geblieben ist, gilt als ein kleines Idyll. Die Schönheiten entdeckt man hier auf macchiagesäumten Wegen zu vielen Fels-, Sand- und Kiesbuchten. Auf Silba werden wir uns entsprechend etwas Zeit für kleinere Wanderungen vornehmen. Während uns auf der Insel Premuda die schönen türkisblauen Badestrände erwarten, lockt Molat mit üppiger Macchia, viel Ruhe, frischen Makrelen und Blaufischen, schmackhaftem Schafskäse und eigenem Wein. Wir werden abwarten (müssen), wohin der Wind uns treibt.

Fischspezialität
Auf Dugi Otok in der Marina Veli Rat angekommen lohnt auf jeden Fall eine abendliche Wanderung zum Leuchtturm mit einer leckeren Flasche Rotwein im Gepäck. Veli Iz mit seinen guten Restaurants in der Nähe des kleinen Hafens ist ebenfalls ein kleiner Geheimtipp unter Seglern. In jedem Fall bewegen wir uns in einem der wunderschönsten Segelreviere des Mittelmeers und in den Buchten umweht uns der typische Duft von Kroatien: Pinien, Lavendel, Zistrosen, Wacholder, Baumheide und viele Gewürzkräuter...
Photografische Eindrücke von unserem Segelrevier...

Kapelle von Savar auf Dugi Otok

Sali (Dugi Otok) Traumhafter Blick von der Insel Zut auf die Kornaten
Wettschwimmen
Ende der Reise
Am Freitag geht es pünktlich zurück in Richtung Biograd. Dort packen wir schon die ersten Sachen in die Autos und räumen auf. Dann geht es zu einem letzten gemeinsamen Abendessen in ein Restaurant. Anschließend genießen wir das quirlige Nachtleben von Biograd. Später an Bord beim „Absacker“ besprechen wir die letzten Eindrücke der Segelreise und lachen (hoffentlich) schon über die eine oder andere Situation, die sich während des Törns ereignet hat.
Die Autofahrt beginnt früh am Samstagmorgen und (dank der Autobahn über Zagreb) reibungslos und einigermaßen zügig. Wenn alles gut läuft sind Sie einige Stunden später in Ihrer Heimatstadt angekommen und müssen sich erst mal wieder daran gewöhnen, auf der Toilette nicht "abzupumpen"...
Ein ganz besonderer Törn ist zu Ende gegangen. Aber wer weiß das schon??? – Wir treffen uns ja vielleicht im nächsten Jahr zu einem erneuten Segeltörn wieder...